VVN/BdA Kreisvereinigung Gelsenkirchen

KREISVEREINIGUNG GELSENKIRCHEN
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Bild: Fahne des VVN/BdA

Der Name signalisiert das besondere der VVN-BdA: Die Gleichzeitigkeit, Begegnung und Gemeinsamkeit der Generationen. Sie reicht von Frauen und Männern, die den Nazis von Anfang an widerstanden, von überlebenden Häftlingen von Auschwitz, Buchenwald und Ravensbrück, bis hin zur jüngsten Generation, die heute in der VVN-BdA mitarbeitet. Sie stehen gemeinsam für antifaschistische Kontinuität: für Lernen aus der Vergangenheit. Für die Vision einer antifaschistischen Zukunft. Für eine Welt ohne Rassismus, Nazismus, Nationalismus und Militarismus, ohne Ausgrenzung, ohne Faschismus und Krieg. Dafür tun wir etwas: die Vergangenheit vor Ort dem Vergessen entreißen, Neonazis und Rassisten offen entgegentreten. Zivilcourage zeigen, nicht schweigen, sondern einschreiten. Antifaschistische Ziele lautstark formulieren, zum Beispiel das Verbot aller faschistischen Organisationen. Aktive Solidarität mit Migrantinnenen und Migranten üben.

Die VVN-BdA - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - feiert ihr 70jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde dieser Filmclip erstellt.

70 Jahre Antifaschismus: Die VVN-BdA NRW

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Landesvereinigung Nordrhein-Westfalen, wurde am 26. Oktober 1946 in Düsseldorf von den Delegierten der über 50.000 Naziopfer des Landes gegründet. In der VVN organisierten sich Frauen und Männer, die während der Naziherrschaft verfolgt wurden, den Holocaust überlebt, Widerstand geleistet haben oder vor dem Hitlerfaschismus fliehen mussten. Seit 1971 trägt sie den Zusatznamen „Bund der Antifaschist/innen“, denn von da an konnten auch Hinterbliebene und jüngere Antifaschis-tinnen und Antifaschisten Mitglied werden. Diese Personengruppe stellt heute den Großteil der rund 1000 Mitglieder in unserem Bundesland, Sie wirken als „Zeugen der Zeugen“.

Heute gibt unsere Organisation Anstöße für die Verteidigung von Frieden und Demokratie, leistet Beiträge zur internationalen Solidarität, für das Erinnern an den Widerstand. Sie setzt Zeichen gegen die Versuche, die Geschichte zu verfälschen und sie zu vergessen. Wir begehen unseren 70. Jahrestag unter dem Motto: „Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen! Nazis, Militaristen und Rassisten stoppen“. Die VVN steht in der Tradition des "anderen Deutschlands" zwischen 1933 und 1945, repräsentiert von den Widerstandskämpferinnen und -kämpfern gegen den Faschismus - unabhängig von ihrer politischen Herkunft.

Der rote Winkel mit einer Nummer auf der Häftlingsjacke war in den faschistischen Konzentrationslagern Kennzeichen für die politischen Häftlinge. Der rote Winkel ist heute das Symbol der VVN/BdA. Die gemeinsame Forderung nach der Befreiung am 8. Mai 1945 war und ist es noch heute: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Bild: Logo des VVN/BdA

Programmatische Eckpunkte der VVN-BdA NRW

Demokratie verwirklichen!

Frieden schaffen!

NAZIS, MILITARISTEN UND RASSISTEN STOPPEN!

Beschlossen auf der Landesdelegiertenkonferenz am 8. Februar 2014 in Düsseldorf

Download: Programmatische Eckpunkte der VVN-BdA NRW (PDF)

antifa online

In der Online-Ausgabe der Zeitschrift »antifa« können Sie alle Artikel der Print-Ausgabe kurz nach deren Erscheinen nachlesen, die »antifa« erscheint alle zwei Monate.

Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik und Kultur Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik und Kultur

Bild: Logo des VVN/BdA

Geschichte der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Gelsenkirchen

Im Sommer 1945, wurde mit dem „Komitee ehemaliger politischer Gefangener und Konzentrationäre“ der Vorläufer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Gelsenkirchen gebildet. Im Vordergrund standen zunächst die Unterstützung der Überlebenden und ihre Versorgung mit dem Notwendigsten. Vertreter des Komitees wurden in den städtischen Wohlfahrts- und Fürsorgeausschuss berufen. 1946/47 nannte sich das Komitee „Vereinigung ehem. politischer Gefangener“ und trat vermehrt mit politischen Veranstaltungen auf, verstärkte seine Bemühungen, über die NS-Zeit aufzuklären und engagierte sich für eine gerechte Strafe der verantwortlichen Nazis. Die Geschichte der Kreisvereinigung Gelsenkirchen zeichnet ein dreiteiliger Beitrag von Knut Massmann im Blog "Antifaschistisches Gelsenkirchen" nach.

1. Von der Befreiung vom Faschismus bis zur Bekämpfung der VVN in den 1950er Jahren

2. Von den 1960er zu den 1980er Jahren – Die VVN-Bund der Antifaschisten

3. Die VVN-BdA Gelsenkirchen seit der Neugründung 2006

VVN/BdA Das Jahr 1945

Neue Website zum 70. Jahrestag der Befreiung: dasjahr1945.de

Zum 70. Jahrestag der Befreiung hat die VVN-BdA eine neue Homepage als "historisches Projekt" angelegt. Für den Zeitraum von Oktober 1944 bis Mai 1945 werden etwa 150 lokale Ereignisse in kurzen Texten dargestellt:

die Befreiung von Städten und Lagern,
Kriegsendverbrechen,
die Hoffnungen der Befreiten und
die juristische Aufarbeitung.

Zugänglich gemacht werden sie u.a. durch eine Landkarte, die mit einem Zeitstrahl gekoppelt ist.

Weiterführende Texte zu Schwerpunktthemen, Links, Fotos und auch kurze Filme ergänzen die Texte. Die Website richtet sich an Laien und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die genaue Funktionsweise ist in einer "Hilfe & Anleitung" nachlesbar.

Korrekturen und Ergänzungen bitte an bundesbuero[at]vvn-bda[dot]de.

Hier können Sie den Aufruf zum NPD-Verbot unterschreiben

5.405 Menschen haben im Jahr 2009 ihre Argumente für ein NPD-Verbot auf der Kampagnen-Seite nonpd eingestellt. Ein wichtiges Argument ist und bleibt, dass das faschistische Menschenbild bereits dem Artikel 1 des Grundgesetzes widerspricht: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Hier können Sie den Aufruf zum NPD-Verbot unterschreiben Hier können Sie den Aufruf zum NPD-Verbot unterschreiben

Der Iwan kam bis Luedenscheid
Protokoll einer Recherche zur Zwangsarbeit

Neuerscheinung Mai 2015:

Ulrich Sander (Hg.)

Der Iwan kam bis Lüdenscheid

Protokoll einer Recherche zur Zwangsarbeit

Der Autor hatte das Glück, rund  7500 Personalien zu erkunden und damit vermutlich 1500 überlebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus dem Raum Lüdenscheid zu einer Entschädigung verhelfen zu können,  als Mitarbeiter des "Heimatvereins Lüdenscheid e.V."  und mit Hilfe des Stadtarchivs.  In der Provinz, in einer Industriestadt konnte der Autor pars pro toto - der Teil fürs Ganze - repräsentative Fakten über ein besonders schweres Verbrechen des deutschen Faschismus erarbeiten.

Er wirkte in der entscheidenden Phase des Ringens um Zwangsarbeiterentschädigung, als US-Konzerne sich anschickten, mit juristischen Mitteln deutsche Konzerne wegen ihrer Marktvorteile zu Zeiten des Krieges und der NS-Zwangsarbeiterausbeutung vom Markt zu verdrängen. Da wurde es möglich, die  55 Jahre erfolglos aufgestellte Forderung der Opferverbände nach Entschädigung von 13 Millionen Opfern auf die Agenda zu setzen – bis dann 2001 ein entsprechendes Gesetz angenommen wurde. Die Nachweiserbringung wurde auch in Lüdenscheid den Archivaren nicht leicht gemacht. Von Versuchen der Verhinderung des Projekts durch örtliche Wirtschaft und konservative Politik bis zum Einbruch und Datenklau im Rathaus, in den Räumen des Stadtarchiv, falschen Auskünften bis Verweigerungen der Mitarbeit, etwa des größten KFZ-Herstellers (in Spielzeugform), der Fa. Sieper, reichte die Einflussnahme. Der Mord an einer unbekannten Zahl von Montenegrinern auf Befehl des Gauleiters wie an Insassen des Arbeitserziehungslagers Hunswinkel gehört zu den düstersten Enthüllungsgeschichten des Arbeitsjournals, das hier vorgelegt wird und das bisweilen zu einem sehr persönlichen, ungewöhnlichen Tagebuch gerät.

Die darin erzählte Geschichte findet auch heute noch keinen Abschluß. Entschädigungsforderungen für sowjetische Zwangsarbeiter mit Kriegsgefangenenschicksal, Forderungen an die Bahn, die Verbrechen der Reichsbahn betreffend, und an die ganze deutsche Republik, den griechischen und italienischen Opfern zu helfen, geraten wieder auf die Tagesordnung. Die Erfahrungen aus diesem Buch aus der Zeit, da Iwan und all die anderen Sklaven bis nach Lüdenscheid kamen, bleiben aktuell.

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Von Arisierung bis Zwangsarbeit.
Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945

Neuerscheinung April 2012:

Ulrich Sander (Hg.)

Von Arisierung bis Zwangsarbeit

Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945

Zum Beispiel Krupp. Der Konzern habe sich stets um einen humanen Kapitalismus bemüht, berichtete das Fernsehen zum 200jährigen Firmenjubiläum. Ob da auch an die zwölf Jahre nach 1933 gedacht war? Das letzte Tabu sei gebrochen, hatte es mit Blick auf die verdienstvolle Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht« geheißen. Aber »blinde Flecken« blieben trotzdem. So in einem Bereich, der weniger lautstark diskutiert wird, jedoch mindestens ebenso wichtig war für die Funktionsweise der faschistischen Herrschaft in Deutschland wie die Wehrmacht: Die Rolle von Wirtschaftsführern und Unternehmen bei faschistischen Planungen für Krieg und Massenmord, als Akteure und insbesondere als Profiteure.

Das Buch stützt sich auf selbstrecherchiertes Material von Geschichtswerkstätten und VVN-BdA, um an Verbrechen der wirtschaftlichen Eliten an Rhein und Ruhr zu erinnern: Von Abs bis Zangen, von Flick bis Quandt, von IG Farben bis Oetker-Pudding, von Arisierung bis Zwangsarbeit. Und auch Krupp und Kirdorf werden nicht vergessen.

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